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dafür punkten die Herren ... 

Volleyballerinnen des 1. VC Minden verspielen Aufstieg

Astrid Plaßhenrich am 18.03.2018 um 00:08 Uhr

Chance vertan: VC-Spielerin Lina Kauz (links) tröstet Libera Alyssa Khieosavath nach dem 0:3 gegen BW Aasee. Nach der Niederlage rutschten die Mindenerinnen vom ersten auf den dritten Platz ab. MT- - © Foto: Astrid PlaßhenrichChance vertan: VC-Spielerin Lina Kauz (links) tröstet Libera Alyssa Khieosavath nach dem 0:3 gegen BW Aasee. Nach der Niederlage rutschten die Mindenerinnen vom ersten auf den dritten Platz ab. MT- (© Foto: Astrid Plaßhenrich)

Minden (mt). Der Titeltraum ist geplatzt: Die Volleyballerinnen des 1. VC Minden werden auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga aufschlagen. Dabei waren die Mindenerinnen als Spitzenreiter ins letzte Meisterschaftsspiel gegen den bis dahin Zweitplatzierten BW Aaasee III gegangen. Doch der erhoffte Aufstiegskrimi entpuppte sich als klare Angelegenheit. Denn die Gäste aus dem Münsterland fegten die junge VC-Truppe mit 3:0 vom Feld, überholten damit die Mindenerinnen und feierten den Titel. Gleichzeitig verlor auch der SV 1860 Minden mit 0:3 beim VfL Ahaus. Damit wurde der VC vom ersten auf den dritten Rang durchgereicht. Ahaus spielt nun in der Relegation, um den letzten verbleibenden Oberligaplatz – die Mindenerinnen stehen mit leeren Händen da.

1. VC Minden - SV BW Aasee III 0:3 (16:25, 16:25, 23:25). „Es ist gerade sehr frustrierend“, sagt VC-Spielführerin Marieke Schwarz unmittelbar nach der klaren Pleite: „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Vielleicht waren wir zu nervös. Aber es war auch extrem schwer, an dem starken Block von Aasee vorbeizukommen.“

 INFORMATION

Die Oberliga-Volleyballer des 1. VC Minden haben zum Saisonabschluss einen lockeren 3:0 (25:12, 25:17, 25:18)-Sieg beim Tabellenschlusslicht VC Bottrop gefeiert. „Es ist ein bisschen schade, dass die Serie jetzt vorbei ist. Ich hatte das Gefühl, dass wir uns in den letzten Spielen stabilisiert haben. Umso ärgerlicher ist es, dass wir zuvor einige Punkte unnötig liegen gelassen haben. Es war sicherlich mehr möglich als Platz vier“, sagte VC-Trainer Jan Frohne.

1. VC Minden: Siemens, Tischler, Betz, Kocksholz, Isaak, Schmidt, Baumann, Stuppiello, Rempel, Riesen. (apl)

Tatsächlich konnten die Mindenerinnen in der gesamten Partie nur ein einziges Mal in Führung gehen. Das war im zweiten Satz beim Stand von 7:6. Doch Aasee konnte prompt kontern und zog über ein 12:8 und 19:14 schließlich auf 25:16 davon. Damit war auch der zweite Durchgang verloren.

Bereits im ersten Satz hatten die Gäste aus dem Münsterland dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt. Die Mindenerinnen wussten gar nicht so recht wie ihnen geschah, da lagen sie auch schon mit 3:11 zurück. „Wir haben uns im gesamten Spiel zu viele Eigenfehler geleistet. Der Druck war für die junge Mannschaft doch recht groß“, erklärte VC-Trainer Manfred Schwarz, „aber wir werden an der Niederlage wachsen. Aasee war heute einfach das bessere Team.“

Vor der lautstarken Kulisse zeigten die Mindenerinnen trotz der klaren Rückstände zu jedem Zeitpunkt Moral. Im ersten Satz konnten sie immerhin noch auf 15:20 verkürzen, doch die ganz große Aufholjagd blieb gegen die konstant starken Münsteranerinnen aus. Auch im dritten Durchgang lagen die VC-Spielerinnen ruckzuck mit 0:5 und sogar mit 12:20 zurück. Doch mit einem riesigen Kämpferherz schaffte es Minden, zum 23:23 auszugleichen. Hoffnung keimte auf – allerdings nur kurz. Nach einer Spielzeit von 1:19 Stunde hatte Aasee seinen ersten Matchball, den er auch gleich nutzte. Damit muss der VC das Abenteuer „Oberliga“ um mindestens eine Saison verschieben. „Ich bin trotzdem extrem stolz auf meine Mannschaft“, sagte Manfred Schwarz, „vor der Saison war es unser einziges Ziel, nichts mit dem Abstieg zutun zu bekommen. Dass wir am letzten Spieltag um den Titel kämpfen durften, ist einfach nur toll.“

1. VC Minden: Bolsius, Hoffmann, A. Janzen, E. Janzen, Kauz, Khieosavath, Kröger, Loferski, Schwarz, Köster, Thielking.

VfL Ahaus - SV 1860 Minden 3:0 (25:22, 25:16, 28:26). Das Endergebnis ist deutlich, der Spielverlauf war es nicht. „Trotz des 0:3 war es ein versöhnlicher Abschluss für uns. Wir haben ein Spiel auf Augenhöhe abgeliefert, aber in den entscheidenden Phasen auch etwas Pech gehabt“, sagt 1860-Trainer Jens Jäger.

Ahaus hatte seine Fans mobilisiert, mehrere hundert Zuschauer peitschten den VfL nach vorne. Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Die Führung hatte ständig gewechselt, bis sich Ahaus im Schlussspurt des ersten Durchgangs mit drei Zählern absetzen konnte. Im zweiten Satz hatte der SV 1860 dann schnell mit fünf Punkten zurückgelegen und zu spät die Kurve bekommen, um den Durchgang noch zu drehen. Danach war jeder Punkt hart umkämpft. Minden hatte beim 24:23 Satzball, konnte den aber nicht durchbringen. Ahaus bewies den längeren Atem und brachte schließlich das Spiel nach Hause. Jäger: „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“

SV 1860 Minden: Persson, Kuna, Öttking, Völker, Smoes-Gieseking, Feldkötter-Baker, Hartmann, Heinßen.

 

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