Fiona Baker für eine Woche nach Lathen...

 

Volleyball: VC-Zuspielerin Fiona Baker auf dem Sprung ins deutsche Eliteteam

Thomas Kühlmann am 05.07.2017 um 00:11 Uhr

Trainiert in der kommenden Woche in Lathen fünf Tage mit der U16-Nationalmannschaft: Volleyball-Talent Fiona Baker vom 1. VC Minden. MT- - © Foto: Thomas KühlmannTrainiert in der kommenden Woche in Lathen fünf Tage mit der U16-Nationalmannschaft: Volleyball-Talent Fiona Baker vom 1. VC Minden. MT- (© Foto: Thomas Kühlmann)

Minden/Porta Westfalica (mt). Die Karrierekurve von Fiona Baker zeigt weiter steil nach oben. Die Zuspielerin des 1. Volleyball-Clubs Minden ist von Bundestrainer Jens Tietböhl für eine Woche zum Lehrgang der U16-Nationalmannschaft in Lathen an der niederländischen Grenze eingeladen worden. Dementsprechend groß war die Freude bei Spielerin, Familie und Verein, als der Brief des Auswahlcoaches ins Haus flatterte. Von kommenden Montag (10. Juli) an wird die talentierte Ballverteilerin der VC-Verbandsligamannschaft nun mit den weiteren eingeladenen Spielerinnen trainieren und versuchen, sich für den Stamm des Teams zu empfehlen. „Ich bin total glücklich über die Einladung und werde mein Bestes geben“, freut sich die 14-jährige Baker auf hartes, intensives und konstruktives Training.

Die erste Sichtung für die seit Januar bestehende U16-Nationalmannschaft hatte im vergangenen Jahr in den Heberstferien beim Bundes-Pokalturnier in Schwerin stattgefunden. „Obwohl Fiona damals bereits die beste Zuspielerin des Pokalturniers war, ist sie danach nicht eingeladen worden und war natürlich dementsprechend enttäuscht“, sagt Mutter Bianca Feldkötter-Baker, die die Karriere ihrer Töchter - neben Zuspielerin Fiona gehört auch Angreiferin Kaia zum Landeskader des Westdeutschen Volleyball-Verbandes - natürlich mit allen Mitteln fördert. Mittlerweile ist die Enttäuschung von damals längst verflogen und die Angriffslust neu entbrannt.

„Fiona entsprach damals nicht dem Spielertyp, welche der Bundestrainer suchte, nämlich laute Akteurinnen, die auf dem Feld dementsprechende Kommandos geben. Fiona war eher eine ruhige Vertreterin. Doch das ist Schnee von gestern. Mittlerweile hat der Coach seine Meinung revidiert und setzt ausschließlich auf volleyballerische Qualitäten. Und da ist Fiona nun mal bei den Besten dabei“, sagt Feldkötter-Baker.

Die Einladung zur U16-Nationalmannschaft ist die bislang wertvollste Auszeichnung für die Leistung der Ausnahme-Zuspielerin, die zwar mit ihrer Schwester Kaia kürzlich auch im Beachvolleyball zur Nummer eins des Westdeutschen Volleyball-Verbandes in ihrer Altersklasse aufgestiegen ist, ihre Zukunft jedoch ganz klar in der Halle sieht. „Ich bin froh, dass zum Lehrgang jetzt vier Spielerinnen neben mir aus dem westdeutschen Landeskader eingeladen worden sind, so kennt man wenigstens schon einige Gesichter“, freut sich Baker auf ein Wiedersehen mit ihren langjährigen Weggefährtinnen.

Insgesamt zwölf Aktive hat Bundestrainer Jens Tietböhl für den Sichtungslehrgang nach Lathen zitiert. Nach dem Ende der schweißtreibenden Tage erhofft sich die talentierte Ballsportlerin, mit Trainingsfleiß und Engagement die nächste Stufe auf dem Weg zum Stammplatz in der Bundesauswahl zu erarbeiten. „Ich bin guten Mutes, dass es erlebnisreiche Tage werden. Hauptsache, man bleibt verletzungsfrei“, blickt Baker der großen Aufgabe vornehmlich optimistisch entgegen. Mutter Bianca Feldkötter-Baker erhofft sich natürlich, dass das „tolle Training Fiona für die neue Saison weiteren Schub bringen wird.“ Schließlich freut sich auch sie, wenn die Karrierekurve der Tochter derart kontinuierlich steigt wie momentan.

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